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Zettkowski

Kurzer Rückzug

Kurzer Rückzug

Der erste Monat

Es mag abgedroschen klingen, aber nach der Platte ist ja bekanntlich vor der Platte. Ein guter Monat ist seit dem Erscheinen von »Knallgeile Lieder« nun vergangen. Das Release-Konzert im Neuköllner PoshTeckel war ein echter Kracher und auch mit den ersten Zahlen in Sachen Streams und Verkäufen kann ich durchaus zufrieden sein. Auch die Videos zu »Tausend Liter Bier« und »Liebeslied« werden ordentlich geklickt und auf Facebook trudeln jeden Tag ein bis drei neue Leute ein, die der Zettkowski-Seite ein Like da lassen.

Die Pandemie der ungeimpften Vollpfosten

All diese Dinge freuen mich ungemein und lassen mich dennoch nicht ruhen. Denn wie eben geschrieben: Nach der Platte ist vor der Platte. Und dies gilt umso mehr, wenn einem ein Virus in die Parade pfuscht. Denn gäbe es die Pandemie der ungeimpften Vollpfosten nicht, wäre ich mit den knallgeilen Liedern der ersten Platte im Moment mit Sicherheit unterwegs. Irgendwo in dunklen Spelunken, kleine Bühne in der Ecke und Zettkowski performt auf Teufel komm raus. Ja, so wär das. Ich würde die Lieder unter Leute bringen.

Keine Platte ohne Gigs

Stattdessen jedoch sitze ich zu Hause in meinem kleinen Studio und nutze die Zeit rund um die Festtage. Die zweite Platte – das ist kein Geheimnis – ist ja schließlich auch schon fertig und wird nun zwischen Weihnachten und Neujahr final gemastert. Wann sie dann letztlich erscheinen wird, steht noch ein wenig in den Sternen. Denn schließlich ist der Plan auch mit Platte zwei der, den es auch für »Knallgeile Lieder« gab: Raus damit unter Leute. Konzerte spielen, rauf auf die Bühne, die Menschen begeistern.

Noch in den Sternen

Dummerweise kann im Moment niemand so recht sagen, wie die Sache mit der Pandemie weitergeht und wann es auch in kleineren Lokalitäten wieder möglich sein wird, live zu musizieren. Aber eben genau davon möchte ich es abhängig machen, ob das Album das Licht der Welt erblicken darf. Die Entscheidung für den Moment heißt ganz klar: Bitte warten! Wobei die Betonung auf »für den Moment« liegt. Das kann nach Ende des Feiertagslockdowns ganz schnell schon wieder anders aussehen. Zudem bleibt bei allem ja die Hoffnung, dass es im Frühjahr dann auch wieder bergauf geht und spätestens im Sommer wieder mehr möglich sein wird.

Freiheit Recht Friede

Beenden kann ich das Fischen im Trüben inzwischen jedoch, was den Titel des zweiten Albums angeht. Das Kind wird auf den Namen »Freiheit, Recht, Friede« hören und wie schon auf dem Debüt werden es wieder zwölf Lieder sein, die das Ganze zu einer runden Sache machen.

Neue Lieder

Weil nun aber einfach so rumsitzen und auf die zweite Platte warten überhaupt nicht mein Ding ist, läuft natürlich auch die Arbeit an Platte Nummer drei schon auf Hochtouren. Gerade eben, wenn man über die Feiertage mal ein wenig Ruhe und Muße findet. Erste Songs sind fertig, an anderen feile ich noch. Liedtitel wie »Hottentotten« (das habe ich sogar beim Release-Konzert im November live schon gespielt), »Fettnapfmagnet«, »Dreckig und ungeduscht« oder »Lukaschenko tanzt und stirbt« sind dabei erst der Anfang.

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